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Cogito ergo sum: ich laufe - also denke ich

„Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft …“ so sprach schon der ehrwürdige Emil zu uns und so ist es auf der Homepage des AS Neukirchen-Vluyn vermerkt. So weit – so gut. Aber: was ist, wenn das Laufen alleine nicht wirklich restlos alle versammelten Geisteskräfte beansprucht. Wenn die letzten Glückshormone genossen sind, das letzte bisschen Endorphin verbraucht ist (oder - wie bei mir – wenn dieses epochale Laufgefühl des Runner’s High mich versehentlich unter den Millionen glücksbeladener Läuferinnen und Läufer scheinbar achtlos liegen hat lassen) und man noch gar nicht am Ziel ist. Bei mir zum Beispiel stellt sich dieser Moment regelmäßig nach wenigen Minuten ein. Also der Moment der Leere und Ratlosigkeit, nicht das Runner’s High meine ich.

 

Ich laufe los, gut sichtbar in knallbunten Shirts und Schuhen, Sonnenbrille – klar, souverän, voller Kraft und mit Energie. Der Lauf-Profi eben. Leute bleiben stehen, Nachbarn starren mir hinterher, Autos halten respektvoll an (ha ha, war ein Scherz) - ganz klar: da läuft einer, der hat’s drauf.

 

Meine Gedanken schweben, ich fühle mich unbesiegbar – so muss es sein. Ungefähr 500 Meter später bin ich allen noch so positiv interpretierten Blicken entschwebt und laufe ohne enthusiastisch-begeisterte Zuschauer. Ich weiß, für einen AS’ler ist das kaum vorstellbar. Aber bei mir ist das – äh – recht häufig der Fall. Also eigentlich immer.

 

Was denkt man denn so, wenn man läuft? Ja nix halt. Laufen. Atmen. Weiterlaufen. Aber das wird ja dann auch ganz schnell eintönig. Bei mir nach ungefähr 15 Sekunden. Dann gibt es manchmal die Laufkameraden und -innen. Die haben was zu erzählen, vorzugsweise Erfolgsgeschichten vom Laufen. Ich hingegen erzähle nichts, denn dann müsste ich ja zugeben, dass ich kaum Luft habe. Und leider auch nur ganz selten Erfolgsgeschichten vom Laufen. Also ehrlich gesprochen eigentlich nie. Denn selbst dann, wenn ich bei einem Wettbewerb ankomme, sehe ich nicht so aus, als ob das ein Erfolg war. Meine Kinder sagen dann im besten Fall: uncool. Du sahst etwas uncool aus. Der neutrale Beobachter würde da etwas weniger wohlmeinend ‚fertig’ sagen. Oder ‚krank’. Der Terminus ‚Erfolgsgeschichte’ kommt in dieser Beschreibung eher nicht vor. Leider. Immer. Bleiben wir also lieber bei ‚uncool’.

 

Tja – und das ist es dann auch, was mich spätestens nach der ersten Anstrengung gedanklich beschäftigt. Mein Kopf raunt mir Alliterationen zu: „Leicht, Schweben, es geht bergab“. Aber diese sanft hingeflüsterten Worte, gesprochen von einer lieblich-schmeichelnden Stimme, geht unter im ohrenbetäubenden Gebrüll der Beine und der Pumpe: „Schmerzen, mehr Luft, kraftlos, Aufgeben, Ausruhen, Aarrgh“. Das ist ungefähr so, als ob man gaaanz dringend auf Toilette muss und sich mit verzweifelten Gedanken in Richtung Wüste und ganz anderen Assoziationen ablenken möchte – und dann ständig an die Niagarafälle denkt. Furchtbar. Man kennt das: sagt einer, bitte jetzt NICHT an einen rosa Elefanten denken. Und schon denkt man …

 

Aber : Mensch läuft – und ich auch. Natürlich. Weil’s Spaß macht und auch noch gesund ist. Und manchmal sogar eine Erfolgsgeschichte bereit hält J.

Silvesterlauf

 

Hier ist noch ein sehr schöner Laufbericht von Leo Brauckmann (8 Jahre) den wir euch nicht vorenthalten wollen.

 

 

Nordic Walking 2016 - Erfolgreich wie noch nie!

2016 - ein super Jahr für unsere Nordic Walker

 

Sie gewinnen eine der wohl anspruchvollsten Walking-Serien überhaupt, den Westfalenwalk!

Sie umfasst vier Wettbewerbe mit unterschiedlichen Streckenprofilen und Längen bis zu 22 km. Das Team ging mit bis zu 34 Nordic WalkerInnen motiviert in den Westfalenwalk. Der Grundstein wurde am Möhnesee gelegt, durch gute Leistungen in Oberhausen und Ahlen ging das Team mit einem Vorsprung ins Finale in Herne, und dort lies es sich den Erfolg nicht mehr nehmen.

Dieser Gewinn der Mannschaftswertung krönte eine besonders erfolgreiche Saison der Nordic WalkerInnen.

Bei der Einzelwertung auf der Kurzstrecke erkämpfte sich Monika Bodde einen hervorragenden 2.Platz.
Thomas Hoffmann mit seinem 3.Platz auf der Langstrecke machte den Erfolg perfekt.

 

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Kustmarathon in Zeeland

Kustmarathon in Zeeland (Holland)

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass wir Autos erfunden haben, um Strecken jenseits der 20km und Flugzeuge um Strecken jenseits der 40km zurück zu legen.
Doch manchmal kommt es anders als man denkt…

Angefangen hat es zu Jahresbeginn, als Simone van Haren und Klaus Barmscheidt mich überredeten, am ersten Lauf der Winterlaufserie in Nettetal teil zu nehmen.
Man würde sich vor Ort kurzfristig anmelden und los geht’s. Schließlich gehe es hier um Spaß, die Lokation sei auch sehr schön und so kleine Veranstaltungen könne man ruhig unterstützen.

Damit trafen die beiden genau den richtigen Punkt bei mir, denn dass ich Wettkämpfe gegen andere benötige um etwas zu beweisen, dazu habe ich keine Lust.
Aber die Faktoren „Spaß“, „Unterstützen“ und „ schöne Landschaft“ waren Punkte, die mich überzeugten.
Also machte ich mit. Dass ich am Ende der 10km noch vor Simone und Klaus im Ziel sein würde, hatte ich trotz gutem Wintertrainings nicht erwartet.

Nun versuchten die Beiden mich zu Venloop zu überreden. „Mit so einer guten Zeit muss man da unbedingt einen Halbmarathon laufen“!
Worte wie „Spaß“, „Party“ und „gute Laune“ waren hier die Ausschlaggebenden, die mich dazu brachten, mir übers Internet einen Startplatz zu besorgen. Also startete ich meinen ersten Halben in Venlo.
Mit 1:49 als Ziel Zeit war der auch gar nicht mal schlecht. Ich konnte im Ziel sogar noch normal atmen.

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Auf der Spur der Tour - Race am Rhein

Auf der Spur der Tour – Race am Rhein 2016

 

„Die Tour de France kommt 2017 nach Düsseldorf und du kannst schon in diesem Jahr Rennatmosphäre der weltweit größten Radsportveranstaltung schnuppern.
Denn die zweite Etappe der Tour mit Start im Herzen Düsseldorfs führt rund 50 km durch das attraktive Umland und bringt die Radprofis dann ein weiteres Mal zurück in die Landeshauptstadt. Und genau diesen Teil der Großen Schleife kannst du beim alltours Race am Rhein schon am 18.09.2016 fahren. Begib dich auf die Spur der Tour und werde Teil dieses einmaligen Ereignisses!!"

Als Peter im Frühjahr diesen LINK für das Race am Rhein an uns weiterleitete mit der Frage, wer denn Interesse hätte mitzufahren, war ich sofort begeistert. Wer möchte das einmalige Erlebnis, die Rennstrecke der Tour de France Profis  selber zu testen, schon verpassen?

Bei genauem Lesen hieß es dann, man könne zwischen 46 km und 92 km wählen, wobei bei der kürzeren Strecke eine Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h und bei der doppelten Länge 30km/h vorausgesetzt wurden. Da war klar, daß für mich nur die kürzere Strecke in Frage kommt.

Es fanden sich eine Reihe begeisterte Mitfahrer und wir hatten schnell je ein AS-Team für die beiden Streckenlängen zusammen.

Je näher der Termin rückte und je mehr Informationen ich vom Veranstalter bekam, umso mulmiger wurde mir. Da hieß es z. B. wer hinter den Besenwagen zurückfiele würde sofort aus dem Rennen genommen. Waren 25 km/h über 46 km für mich zu schaffen? Schließlich war ich noch nie ein Radrennen in dieser Form gefahren. Massenstart; über 3000 Teilnehmer und durch die Landeshauptstadt mit Tunneln und Straßenbahnschienen; alles Dinge, die ich überhaupt nicht einschätzen konnte.

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